Die Frage nach Kennzahlen, KPIs oder wie immer man sie taufen mag, taucht immer wieder auf. Hier ist die Rede davon, Social Media brauche gar keine Kennzahlen, es ginge schließlich um authentische Beziehungen, dort ist die Rede vom “Return on Engagement”. Dabei sollte jedem einigermaßen auf dem Boden der Tatsachen verhafteten Kommunikationsarbeiter klar sein: Im professionellen Kontext ist kein Vorbeikommen daran, den eigenen Beitrag zum Gesamtwohl des Unternehmens unter Beweis zu stellen – und der hat in aller Regel einen Bezug zum schnöden Mammon.

Daher führ kein Weg umhin, sich an Hardfacts – und das heißt in letzter Konsequenz nichts anderes als ROI – messen zu lassen. Eine allgemeingültige Formel dazu kann man schwerlich formulieren, zu feingranular sehen in der Praxis die Aufgabenstellungen und die damit verbundenen Zielsetzungen aus. Allerdings ist das Web im Grunde ein Segen für jeden Fan quantitativer Resultate: So präzise, wie es online heute möglich und vergleichsweise einfach ist, ließen sich die Ergebnisse der Kommunikationsbemühungen in der Klassik schlicht und ergreifend nicht messen. (Darin im Übrigen mag auch die Krux liegen: Setzt sich diese Erkenntnis durch, ist Kommunikation mehr denn je verpflichtet, Ergebnisse zu liefern.)

Die größte Herausforderung fürs Controlling von Social Media Kommunikation ist daher, sinnvolle Metriken zu entwickeln. Diese sind individuell von den gesetzten Zielen abhängig, können deren Erreichen (oder Verfehlen) jedoch um ein vielfaches besser dokumentieren, als es etwa ein Werbeäquivalenzwert jemals konnte. Je nach Zielsetzung muss man allerdings über den Horizont “online” hinausgucken. Dazu gehört zum Beispiel, den “Kanal” Social Media – simple as it is – in meine sonstigen Marktforschungsaktivitäten (CATI, CAPI etc.) zu integrieren. Im Zweifel – und daran scheitert es in der Praxis leider häufig – ist dazu jedoch ein gewisses Budget von Nöten, das in meinen Augen jedoch gut investiert ist.

Doch es gibt auch simplere Indikatoren, die sich mit weitaus weniger Aufwand messen lassen. Zwei davon will ich vorstellen und in die Diskussion einbringen – etwas handfestes sozusagen. Beide Kennziffern sind bei weitem kein Hexenwerk oder “Rocketscience”, eigenen sich aber sehr gut, die Effizienz von Social Media Aktivitäten auszuwerten:

Kosten pro (relevantem) Rezipient (Cost per (relevant) recipient  = CP(r)R)

CP(r)R = Kosten der Kommunikation / Anzahl der (relevanten) Kontakte

Kosten pro Interaktion (Cost per interaction = CPI)

CPI = Kosten der Kommunikation / Anzahl der Interaktionen

Beide KPIs sind jeweils pro eingesetztem Social Media Kanal zu berechnen.

Beide Kennzahlen sind recht grundlegende Kenngrößen, stellen jedoch einen guten Einstieg für jedes Controlling-Vorhaben dar. Sie sollten also nicht ausschließlich genutzt werden, sondern im Verbund mit zielspezifischen Indikatoren.

Dennoch gibt es ein paar Fragen, die möglicherweise auftauchen könnten. Zum einen: Was sind die “Kosten der Kommunikation”? Theoretisch wäre es möglich, die Kosten jedes einzelnen Tweets oder Statusupdates zu berechnen (die Zeit die aufs Erstellen des Inhalts verwendet wurde ausgedrückt in Kosten). Allerdings ist dies in den meisten Fällen weder praktikabel noch zielführend. Mehr Sinn macht es, beide Kennzahlen wöchentlich zu erheben. Dazu nehme man schlichtweg den Geldwert der eingesetzten Ressourcen (zumeist Arbeitszeit).

Die Zeitspanne von einer Woche bietet sich übrigens an, da die Erhebung so auch im Alltag handhabbar ist, sich im Fall des CP(r)R die Zahl der Kontakte in diesem Zeitraum jedoch in der Regel nicht so stark verändert, als dass es sich auf das Ergebnis signifikant auszuwirken würde. Wenn doch, kann man den Mittelwert zwischen der Kontaktanzahl zu Beginn und Ende der Woche nutzen.

Der zweite Knackpunkt beim CP(r)R ist die Frage nach der Aussagekraft, die natürlich dadurch gesteigert wird, ausschließlich relevante Kontakte in die Rechnung einzubeziehen – daher auch das komische “r” in Klammern. Will man nur diese in die Formel einfließen lassen, empfehle ich folgendes Vorgehen: zu Beginn der Social Media Aktivitäten einen Durchschnittswert von Spam- oder aus anderen Gründen irrelevanten Followern zu ermitteln, und diesen Wert künftig zu diskontieren.

Thomas Euler

Der elektrische Reporter geht der Frage nach, wie sich Journalismus künftig finanzieren soll.

Den folgenden Beitrag habe ich eigentlich als Kommentar zu diesem Artikel im neuen Lifestream von Talkabout/Mirko Lange veröffentlicht, und will ihn hier – in leicht weiterentwickelter – Form nochmals einstellen und vielleicht zu einer interessanten Diskussion anstoßen kann.

Was ist überhaupt ein “Social Media Berater”? Ich für meinen Teil bin der Meinung, dass ein “richtiger” Social Media Berater in mehreren Disziplinen firm sein muss. Einerseits braucht er ein tiefes Verständnis von Marketing und Marketingkommunikation im Speziellen. Nun kann man sich sicherlich trefflich darüber streiten, ob Social Media eher eine Aufgabe der Werbung oder der PR ist – was in Form von Zuständigkeitsdebatten in den Unternehmen auch Alltag ist – ich bin in dem Punkt jedenfalls der Meinung: Die Mischung machts.

Auf der einen Seite ist Social Media bereits im Kern dialogisch angelegt, weshalb es sicherlich eine andere Denke erfordert, als klassische Werbung. Auf der anderen Seite ist es in meinen Augen ebenso notwendig, eine gute Portion an Marketingwissen mitzubringen (was im Übrigen für jeden PRo gelten sollte). Schließlich berührt Social Media eine ganze Menge Bereiche, von der externen Kommunikation bis hin zu neu gewonnen Insights für R&D.

Hinzu kommt, dass sich ein Social Media Berater, wie der Titel ja schon sagt, sicher in den Social Media bewegen muss. Das fängt damit an, dass er die unterschiedlichsten Tools kennen, beherrschen und erklären können muss und geht soweit, dass er ihren Einsatz strategisch planen, kreativ umsetzen und schließlich auswerten muss. Damit greift dann der Begriff des “Beraters” letztlich zu kurz, denn er ist Berater, Creative Director, Strategist, Concepter und Analyst.

Die nächste Frage ist die nach der Sinnhaftigkeit, überhaupt von einem Social Media Berater (oder was auch immer) zu reden. Was spricht dagegen? Der Begriff schränkt ein und isoliert. Es redet ja auch niemand von einem Pressemitteilungsberater. Über Jahre haben sich Praxis und Wissenschaft, zum Teil extrem Mühsam, einen komplexen Ansatz von integrierter Kommunikation angeeignet, der lehrt, Kommunikationsmaßnahmen nicht isoliert sondern eingebettet in ein kommunikatives Gesamtkonzept zu betrachten. Warum sollte man Social Media davon ausklammern?

Natürlich ist Social Media ein neues Feld und erfordert Spezialisten, die damit umgehen können. Ebenso klar ist, dass es heute zur Differenzierung taugt, sich das Attribut des Social Media Experten zu geben (so man es denn wirklich ist) um einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Doch wer Social Media kann, verfügt über einen breites Spektrum: Er ist des Schreibens mächtig (Blog), beherrscht Audio (Podcasts) und kann Bewegtbild zumindest planen (Viral Videos). Die Konvergenz der Medien macht’s möglich und nötig.

Demnach ist der Social Media “Berater” falsch beraten, wenn er sich selbst als Ghosttwitterer sieht und verkauft. Er ist (bzw. sollte sein) ein vollwertiger Kommunikationsexperte, der – im Gegensatz zu vielen alt eingesessenen Vertretern seiner Zunft – eben auch in der dramatisch gewandelten Medienlandschaft sicher zurechtkommt. Was heute noch zur Abgrenzung und als USP taugt, wird in einigen Jahren (spätestens) Grundvoraussetzung sein, um in der Kommunikationsbranche überhaupt noch Fuß fassen zu können.

Im Umkehrschluss bedeutet dies aber auch, dass sich unsere Branche in meinen Augen bewusst machen muss, dass sie letztlich die Aufgabe hat, Unternehmen in den turbulenten Zeiten der Medienrevolution zu begleiten und ihnen dabei helfen, sich strategisch(!) neu aufzustellen. Denn die Konsequenzen dessen, was wir gerade erleben, gehen doch weit über bloße Kommunikation hinaus. In Zeiten zunehmender Transparenz müssen Unternehmen sich natürlich überlegen, wie sie künftig vorgehen wollen bzw. können. Manche Kommunikationskrise käme gar nicht erst zustande, wenn im Vorfeld anders gehandelt worden wäre. Viele Geschäftsmodelle sind derzeit arg am wanken – nicht zuletzt auf Grund dessen, was sich momentan im Internet abspielt. Kunden fordern mehr Offenheit, sind aber auch gewillt, Input zu liefern, den Unternehmen in verschiedensten Bereichen verwenden können. Dies sind nur einige Felder, in denen es in meinen Augen keinen besseren Partner und Berater gibt als die, die all diese Entwicklungen hautnah miterleben. Hier müssen wir wirken.

Thomas Euler

Warum kostenlose Inhalte im Sinne einer demokratischen Gesellschaft sind und wie Qualitätsjournalismus trotz neuer Spielregeln im Netzzeitalter realisierbar ist.

Warum Content kostenlos sein sollte

Als Jürgen Habermas 1962 über den Strukturwandel der Öffentlichkeit schrieb, hatte er ein Ideal im Kopf. Er sah die Öffentlichkeit als den Raum, in dem Individuen zusammenkommen um einen politischen Willen zu formen und Entscheidungen zu treffen, stets basierend auf objektiven, möglichst präzisen Informationen. Die Öffentlichkeit ist damit die Grundlage unseres demokratischen Systems, sie ist die Sphäre der Willensbildung. Die notwendigen Informationen, die laut Habermas die Grundlage jeglicher Entscheidung sein sollten, bezieht die Bevölkerung vor Allem aus einer Quelle: der Presse.

Es ist das ureigenste Ideal des Journalisten, als Beobachter über Politik und Wirtschaft zu wachen. Er schlägt die Brücke von den Mächtigen zum Volk und sorgt als unabhängige Instanz für Transparenz, indem er über politische Vorhaben berichtet, obskure Machenschaften in der Wirtschaft enthüllt oder mit fundierten Meinungen kritisch das Zeitgeschehen kommentiert. Daher ist eine funktionierende Demokratie nur in einer Gesellschaft denkbar, in der eine freie und neutrale Presse gewährleistet werden kann. Doch das Vorhandensein der  notwendigen Informationen allein ist noch kein Garant für eine partizipierende, aufgeklärte Öffentlichkeit. Der eigentlich kritische Punkt ist der Zugang zu diesen Informationen. Man stelle sich vor, die Tageszeitung oder TV-Nachrichten kosteten 10€ pro Tag – der Effekt auf den allgemeinen Wissensstand wäre fatal.
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Below you’ll find an essay I have recently written. Frankly speaking, I evaluate the debate between journalists and PR professionals. It seems that journalists like blaming PR people, not least because they are an easy target. Isn’t it obvious? Those damn PR guys – ‘the dark site’ – want to influence, no, manipulate public opinion and perceptions, and it is the poor journalist who suffers. In the essay at hand I try to figure out if this thesis is really the case.

Since it is a somewhat lengthy and academic piece, I decided to upload it to Slideshare as a PDF. Either you can read it there in the player or download it. I think it is the most convenient way to access the PDF especially because it has a nice layout and a great readability. Alternatively, for all those who prefer reading it directly on the blog I also published the text here. You find it after the break. Please note however, that the list of references is missing here and can only be found in the PDF.

Either way, let me know your opinion in the comments!

Thomas Euler (@Twitter: ThomasE)

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A great deal has been written about how Twitter should monetise its service. A lot has been proposed, from advertising in tweets, charges for business users or recently even to sell slots in the ’suggested users’ list. Another idea has been charging users in some form of a premium model – most recently this Hoax caught some attention. Now, it seems, Twitter is preparing to start some on-site text advertising.

But is that really a solid business model for the microblogging service? Web adds? Isn’t that the answer of almost every wannabe start-up on the “how do you plan to make money?”-question? I don’t think it’s appropriate.

To begin with, it has been pointed out that several kind of websites perform differently in terms of ad clicks. That’s because the likelihood of a visitor clicking an ad on a certain website depends on how close he is to an actual transaction. For exactly the same reason Google ads next to search results perfom better than ads on a social network. Ask yourself: Are you particularly interested in buying a product when you are on Twitter? I suppose not.

Moreover, and I think this point is even more valid, on-site ads on Twitter.com have one great problem: Many, especially the heavy users, use Twitter via any kind of client like Thwirl, Tweetdeck or iTweet. All these users would simply be locked out from the ads. Not that they would worry, but ad buyers certainly would. To overcome this problem Twitter would have to a) shut down the API or b) place ads in Tweets. Neither the first nor the latter seem to be appropriate.

So, back to the drawing board. How to earn money with Twitter? I think the right way would be to introduce Premium Accounts. Now, some might argue, this sounds really old fashioned, almost not web2.0-ish at all and paying for anything is very unpopular anyways. But hey, hold on. Isn’t Xing one of the few Social Networks that are profitable? It is. And its model is Premium Accounts with features that really add value to the site. “Okay,”, you might say, “but which features should Twitter offer and who would pay for it anyway?”

I think there is quite a lot space for improvements (no, not like the silly ideas from BBspot) on Twitter and some possible premium features come to my mind instantly:

Filtering:

I’d love to be able to Filter my received Feed by certain criteria like “only show updates that contain a URL” or “contain one of the words A, B or C”. This would make even more sense, combined with the ability to put people into groups. Then I could say “Show me all updates from my ‘close friends’ and ‘business partners’” but “only these with a URL (or a certain keyword) from my ‘general contacts’” and so on. I know that I can do this (rudimentary) with, for example, Tweetdeck but doing it directly on Twitter would be nicer. Besides, they could improve filtering quite a lot.

Modules:

The Twitter website is actually quite lovely, simple in its design and can be used very intuitively. But when it comes to keeping up with the flow of thousands of messages from your thousands of contacts, the Twitter website does no longer offer comfort. That’s why so many heavy users prefer Tweetdeck or the alikes. But why letting all these potential visitors go away? Offer the users a higher flexibility in terms of how the site feels and how they use it, and they will stick around.

Therefore, modules which can be individually positioned on the site should be introduced (similar to the modules on iGoogle, Facebook or many other services). Besides the functionality already offered on Twitter, modules could be used to expand the features. For example, several modules used to display several streams of differently filtered Tweets or a module with an overview of the latest new followers.

With a bit of thinking I bet you could come up with a whole bunch of further (optional!) modules with new functionality that would help to turn Premium Twitter into an information-handling dashboard.

Global Account

Since it is not unusual for a person to have more than one Twitter account (eg one for himself, one for his company), a global-level account would help managing these. Using only one login to tweet from several accounts would make things easier and the use of an external client redundant.

Auto-Refresh feature

Just like the headline indicates.

Of course, there are most definitely other features that would add value to Twitter. These are only some ideas I think would be useful. Feel free to brainstorm in the comments.

Still, one question remains: “Who would pay for this?”. Well, I would. And I think many active users, too. Even though I have no numbers to prove it, I am quite sure that the general 80/20 rule applies for Twitter as well. It says: 20 percent of the users create 80 percent of the traffic (and hopefully soon: revenue) and vice versa. These 20 percent are the target market for the Premium Account. Many of them couldn’t imagine to remove Twitter from their list of communication tools anymore. And some of them, I bet, would be willing to pay a small amount every month to get more functions and more comfort.

Thomas Euler (@Twitter: ThomasE)

 

Mit dem Update von Facebook in dieser Nacht hat sich das Social Network deutlich zu einem Livestreaming-Ansatz bekannt. Anstelle von mehr oder weniger zufälligen Updates der eigenen Freunde sieht man dort nun jegliche Aktivitäten aus dem eigenen Netzwerk. Ein ‚live Lifestream‘ in Twitter- bzw. Friendfeed-Manier also. Aufgrund der Fähigkeit von Facebook, Ereignisse aus externen Anwendungen wie z.B. Delicious oder Flickr zu importieren, erinnert es eher an Letzteres. Sieht man mal von der Tatsache ab, dass Friendfeed bis dato noch einen wesentlichen Vorsprung vor Facebook hat, was die Anzahl der aggregierbaren Dienste anbelangt, stellt sich die Frage: „Braucht es Friendfeed dann überhaupt noch?“. Immerhin ist die Nutzerzahl von Facebook wesentlich höher als die des ziemlich geekigen Friendfeeds.

 

Soweit richtig, dennoch gibt es einen elementaren Unterschied: Facebook ist ein geschlossenes System, Friendfeed ein offenes. Nicht nur sind Friendfeed-Profile auch ohne Registrierung für Andere einsehbar, hinzu kommt, dass im Gegensatz zur „Freundschaft“ auf Facebook kein gegenseitiges Einverständnis nötig ist, um die Inhalte einer Person zu sehen. Halte ich die gebündelten Aktivitäten von jemandem für Interessant, folge ich Ihm bei Friendfeed und verpasse fortan nichts mehr. Bei Facebook hingegen muss auch ich als interessant genug empfunden werden um eine Freundschaftsbestätigung zu bekommen. Denn eigentlich, auch wenn nicht jeder dies so sieht, ist Facebook eine Plattform zur Vernetzungen mit Real-Life-Kontakten.

Wie also sieht eine mögliche Koexistenz der beiden Dienste aus? Denn, soviel ist sicher, für den 08/15 User ist Friendfeed derzeit kaum interessant und durch das Facebook-Update nahezu redundant geworden. Die Daseinsberechtigung von Friendfeed ergibt sich in meinen Augen durch die Offenheit des Services. Daher sehe ich seine Zukunft als Publishing-Aggregator. Veröffentliche ich relevante Inhalte für den Rest der Welt an verschiedenen Stellen des WWW so sind sie bei Friendfeed bestens gebündelt aufgehoben. Triviales, wie meine neusten Flickrbilder (außer ich bin Fotograf) oder meine Lieblingssongs (außer ich promote Musik) haben dort in meinen Augen nichts mehr zu suchen. Diese Informationen will ich in der Regel eher mit meinen privaten Bekanntschaften und Freunden teilen und dies kann ich bestens über Facebook.

Solch eine professionelle, öffentliche, Nutzung macht es natürlich nötig, den eigenen Content besser Filtern zu können. Hier sollte Friendfeed arbeiten. Etwa sollen z.B. nur meine Twitterupdates mit einer URL, oder meine Flickrfotos mit dem Tag ‚Business‘ in meinem Feed erscheinen. Eine derartige Spezialisierung würde außerdem natürlich dazu führen, dass Friendfeed nur für eine (noch) kleinere Personengruppe interessant wäre. Allerdings ist der Nutzwert durchaus hoch. Etwa für (Online-)Journalisten, die sich so eine umfassende Referenzliste aufbauen wollen oder für PR-Agenturen, die ihre Veröffentlichungen zielgenau und gebündelt zusammenfließen lassen wollen. Daher scheint es in meinen Augen durchaus möglich, ein Premium-Model einzuführen und künftig Gebühren zu verlangen.

Zusammenfassend: Ich sehe das „neue“ Facebook als ideale Möglichkeit in Echtzeit mit meinem engeren sozialen Netzwerk in Kontakt zu bleiben. Endlich bekomme ich sämtliche Updates meiner Bekannten zu sehen ohne von Hand suchen zu müssen. Dies macht Friendfeed natürlich massive Konkurrenz und der Service muss sein Modell überdenken. Eine Fokussierung auf professionelle Content-Aggregation und Publishing scheinen mir sinnvoll zu sein (was übrigens die Frage nach einer Namensänderung mit sich bringen würde).   

Wie seht Ihr das? Sollte Friendfeed sich verändern oder alles beim Alten belassen? Oder habt Ihr einen ganz anderen Ansatz?

Thomas Euler (@ Twitter: ThomasE)

 

When reading this post, you are likely to  have found my survey called ‘Media Use During the US Presidential Election 2008‘ and might be looking for further information. 

I am currently studying public relations at the University of Bedfordshire in the UK. The survey is part of my research project for my bachelor thesis. Hence, it does not have any commercial purpose. 

My aim is to find out which media had been most influential during the 2008 presidential campaign. Have people already adopted to the set of media called ’social media’? Have these driven the decision making process or was their impact comparibly low? 

In order to gain some significant results I strive for the highest amount of answers possible. Therefore, if you call a blog your own, have a Twitter account or any other platform to publish a link (http://bit.ly/mediause) to my survey: I’d be glad if you’d do so! Since the survey is designed for US citizens only, it would obviously make sense if some readers from the USA read your blog.

Of course, I will provide  a summary of the study’s results to everybody who helped me to distribute the survey. Please leave a comment below this entry, so I can add you to my list. In case you have further questions do the same or contact me on Twitter.

Thank you very much!

Thomas Euler

 

Vor einigen Tagen las ich im PR-Blogger einen interessanten Beitrag von Christoph Bauer (an dieser Stelle übrigens Glückwunsch an meinen Nachfolger als Praktikant 2.0). Er befasst sich mit dem Thema, wie und warum Studenten Social Media für sich nutzen können und vor allem, welche Grundregeln sie zu beachten haben. An seine Aussagen möchte ich hier anknüpfen und mich der Frage widmen, wie denn Konkret eine Strategie aussehen kann, die Studenten dabei hilft:

  • sich frühzeitig für Arbeitgeber interessant zu positionieren,
  • ein Netzwerk im künftigen Berufsumfeld zu knüpfen,
  • sich über das Studium hinaus in relevanten Fachgebieten weiterzubilden.

Wer daran interessiert ist, der Erreichung dieser Ziele näher zu kommen und weiterliest, der wird praxiserprobte Antworten auf Fragen finden wie: “Welche Tools und Services sollte ich benutzen?” oder “Wie sollte ich die  unterschiedlichen Tools einsetzen?”.

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Wer, wie ich selbst vor einiger Zeit, auf der Suche nach einer möglichst professionellen Lösung ist, um Onlineumfragen für seine Dissertation o.ä. durchzuführen, der könnte um den folgenden Tipp dankbar sein. 

Nach einiger Recherche hatte ich schon beinahe aufgegeben, einen Service zu finden, der all meinen Ansprüchen gerecht wird, die da wären: 

  • eine möglichst große Zahl an Antworten zur Umfrage (meist in x/Monat angegeben)
  • keine Begrenzung bei der Anzahl der Fragen
  • Möglichkeit die Logik der Umfrage zu modifizieren (z.B. Wenn bei Frage 3 Antwort 1 dann weiter bei Frage 5, ansonsten weiter bei Frage 4) 
  • außerdem sollte es natürlich noch möglichst kostengünstig zu haben sein

Dann allerdings stieß ich auf den Service QuestionPro. Dort kann man sich für eine Studentenlizenz für 6 Monate kostenfrei anmelden. Bedingung dafür ist, sich mit einer gültigen Emailadresse einer Universität zu registrieren, einen Link zu dem Service entweder auf der Webseite der eigenen Fakultät oder des eigenen Blogs zu platzieren. Weiterhin gestattet man QuestionPro ein Abstact der eigenen Studie zu veröffentlichen und die eigene Umfrage als Beispiel für Interessenten zur Verfügung zu stellen.

Wer damit kein Problem hat, bekommt für die vermutlich meisten Fälle ein absolut ausreichendes Feature-Paket. 5000 Antworten können gesammelt werden, die meisten Logikfunktionen sind freigeschaltet und die Anzahl der Fragen ist unbegrenzt. 

Interessant ist das Angebot möglicherweise auch für Bildungsinstitutionen, die ebenfalls eine kostenfreie Lizenz beziehen können um das Tool ihren forschenden Studenten zur Verfügung zu stellen. Unter dieser Lizenz sind übrigens auch die erweiterten Logikfunktionen freigeschaltet.  Nähere Informationen dazu hier.

In der Handhabung ist der Service simpel und intuitiv. Abgerundet wird das Paket durch eine umfangreiche Dokumentation, in der alle Features sowie mögliche Anwendungsbereiche erklärt werden. Folglich kann ich den Service allen Studenten nur empfehlen. 

Anmerken will ich übrigens ebenfalls, wie ausgesprochen hilfsbereit das Support-Team ist. Kaum hatte ich auf Twitter erwähnt, dass ich das Tool benutze, wurde ich angeschrieben und Hilfe wenn nötig angeboten. 

Thomas Euler

Neues Leben

Die letzten Monate war hier leider Funkstille. Ich musste den deutschen Teil meines Studiums erfolgreich hinter mich bringen, nach England umziehen und mich hier in Luton einleben sowie mein letztes Studienjahr an der hiesigen Universität beginnen. Neben dem musste natürlich noch das tägliche Brot verdient werden. Viel zu tun also, was Priorität gegenüber dem Bloggen hatte. Abgesehen von mehrfachen Problemen mit unserem Internetprovider Virgin, die der Internetnutzung nicht gerade zuträglich waren.

Nun aber ist es an der Zeit, wieder Leben ins Blog zu bringen. Thematisch werde ich den Fokus noch enger auf die Bereiche PR und Marketing sowie mein Studium richten, wenngleich es nach wie vor Raum für andere Dinge geben wird, die mich persönlich interessieren. Außerdem habe ich die Arbeit an meiner Bachelor-Thesis begonnen und werde den Prozess hier dokumentieren. 

Der thematische Rahmen ist bereits gesteckt: “Media usage for electional campaigning based on the U.S. elections 2008 and it’s implications on PR.”

Ziele werden sein, die wichtigsten Medien während des U.S.-Wahlkampfes ‘08 zu identifizieren, zu erkennen, welche Medien den größten Beitrag zur “Aktivierung” (z.B. spenden, Wahlkampfhelfer werden, etc.) von Personen beigetragen haben und weiterhin soll analysiert werden, durch welche Medien sich Nachrichten entwickelt haben. Gingen entscheidende Nachrichten von Blogs aus? Oder schrieben diese doch zumeist ab, was schon in den Tageszeitungen zu lesen war? 

Die aktuelle Phase des Projekts ist die Literaturrecherche. Vor allem geht es dabei natürlich um wissenschaftliche Literatur zu den Themenkomplexen “political campaigning”, “political PR” und “media usage” – alles so aktuell wie möglich. Um Hinweise auf Journal-Artikel oder Bücher bin ich daher natürlich dankbar. 

Außerdem bin ich derzeit auf der Suche nach einem möglichst professionellen Tool um Onlineumfragen erstellen zu können. Es sollte flexible Fragebögen ermöglichen (wenn Antwort b), weiter zu Frage 10 u.ä.), gute statistische Auswertungen bereithalten und möglichst viele Fragetypen anbieten. Tools wie Polldaddy oder die Google-Docs Umfragen sind leider nicht weitreichend genug. Daher bin ich auch durchaus bereit, einen gewissen Betrag zu zahlen. Auch hier freue ich mich über jeden Tipp. 

Thomas Euler

Ganz vergessen, dass WordPress.com ja kein Flash zulässt. Daher also hier der Link.

Wie bereits kundgetan, hindern mich einige aktuelle Projekte momentan daran, hier regelmäßiger zu veröffentlichen. Eines dieser besagten Projekte ist nun endlich online gegangen: Headspins.

Headspins ist ein Onlinemagazin Schrägstrich Blog über HipHop und wird von mir mit 4 weiteren Autoren betrieben. Der Grundgedanke dahinter ist ein aktuelles Newsmedium über HipHop zu entwickeln, dass allerdings eine persönliche Prägung hat.

Besonderes Anliegen ist uns weiterhin, HipHop ganzheitlicher darzustellen als es in den großen Medien der Fall ist. Daher hoffen wir, neben den wirklichen Fans auch solche Leute zu erreichen, die sich einfach mal so mit der Kultur beschäftigen wollen. Sie erhalten Einblicke auch abseits der medial so oft beschworenen Goldketten-DickeSchlitten-NackteHintern-VielGewalt Darstellungsform.

Momentan ist es hier leider ein wenig ruhiger als gewohnt, was primär damit zu tun hat, dass ich ziemlich viel an einigen neuen Projekten arbeite, die in Kürze starten werden, was so ziemlich meine ganze Zeit auffrisst, die nicht vom Unileben in Beschlag genommen wird. Mehr über die besagten Projekte gibt es hier in Kürze.

Grade jedoch habe ich ein Musterbeispiel für virales Marketing in der Musikbranche entdeckt. Der jamaikanische Dancehallartist Elephant Man, der den wenigsten Lesern ein Begriff sein dürfte, macht Promotion für sein aktuelles Album mit einem “Dancehall-Workout” Video:

Schön anzusehen und eine lustige Idee, die grade unter Freunden seiner Musik sicher Anklang findet.

Im Zuge eines Gesprächs mit einem Consultant aus der IT-Branche kamen wir auf IPTV zu sprechen. Ich hatte mich beklagt über die mangelhaften mobilen Internettarife, und er lieferte mir den Grund: Die Provider bauen derzeit alle Bandbreiten für IPTV aus und wollen es massiv in den Markt drängen. Grund genug, sich mit dem Thema ein wenig genauer auseinanderzusetzen und sich schon frühzeitig Gedanken darüber zu machen, wie IPTV Werbung und Kommunikation beeinflussen wird.

[den ganzen Beitrag im PR Blogger lesen

Thomas Euler

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