Archiv für Juni, 2009

Warum kostenlose Inhalte im Sinne einer demokratischen Gesellschaft sind und wie Qualitätsjournalismus trotz neuer Spielregeln im Netzzeitalter realisierbar ist.

Warum Content kostenlos sein sollte

Als Jürgen Habermas 1962 über den Strukturwandel der Öffentlichkeit schrieb, hatte er ein Ideal im Kopf. Er sah die Öffentlichkeit als den Raum, in dem Individuen zusammenkommen um einen politischen Willen zu formen und Entscheidungen zu treffen, stets basierend auf objektiven, möglichst präzisen Informationen. Die Öffentlichkeit ist damit die Grundlage unseres demokratischen Systems, sie ist die Sphäre der Willensbildung. Die notwendigen Informationen, die laut Habermas die Grundlage jeglicher Entscheidung sein sollten, bezieht die Bevölkerung vor Allem aus einer Quelle: der Presse.

Es ist das ureigenste Ideal des Journalisten, als Beobachter über Politik und Wirtschaft zu wachen. Er schlägt die Brücke von den Mächtigen zum Volk und sorgt als unabhängige Instanz für Transparenz, indem er über politische Vorhaben berichtet, obskure Machenschaften in der Wirtschaft enthüllt oder mit fundierten Meinungen kritisch das Zeitgeschehen kommentiert. Daher ist eine funktionierende Demokratie nur in einer Gesellschaft denkbar, in der eine freie und neutrale Presse gewährleistet werden kann. Doch das Vorhandensein der  notwendigen Informationen allein ist noch kein Garant für eine partizipierende, aufgeklärte Öffentlichkeit. Der eigentlich kritische Punkt ist der Zugang zu diesen Informationen. Man stelle sich vor, die Tageszeitung oder TV-Nachrichten kosteten 10€ pro Tag – der Effekt auf den allgemeinen Wissensstand wäre fatal.
Weiterlesen auf Freitag.de

Advertisements

Below you’ll find an essay I have recently written. Frankly speaking, I evaluate the debate between journalists and PR professionals. It seems that journalists like blaming PR people, not least because they are an easy target. Isn’t it obvious? Those damn PR guys – ‚the dark site‘ – want to influence, no, manipulate public opinion and perceptions, and it is the poor journalist who suffers. In the essay at hand I try to figure out if this thesis is really the case.

Since it is a somewhat lengthy and academic piece, I decided to upload it to Slideshare as a PDF. Either you can read it there in the player or download it. I think it is the most convenient way to access the PDF especially because it has a nice layout and a great readability. Alternatively, for all those who prefer reading it directly on the blog I also published the text here. You find it after the break. Please note however, that the list of references is missing here and can only be found in the PDF.

Either way, let me know your opinion in the comments!

Thomas Euler (@Twitter: ThomasE)

Weiterlesen »