Archive for the ‘Kurznotiz’ Category

Ich habe keinen Hehl daraus gemacht, dass ich StudiVZ weder sonderlich nützlich, noch sonderlich symphatisch fand. Dennoch bin ich dort geblieben, weil ich recht viele Kontakte hatte und man so mehr oder minder (eher letzteres) in touch blieb. Nun allerdings bin ich in meinem Feedreader auf diesen Artikel von der DonAlphonso gestoßen. Glücklicherweise muss ich sagen, denn der Account lief über eine Spamemailadresse, so dass ich ohne den Artikel vermutlich nie auf die neuen AGBs aufmerksam geworden wäre – zumindest nicht, bevor es zu spät gewesen wäre.

Dort steht nämlich zum Beispiel:

„Mit der erfolgreichen Exmatrikulation eines Nutzers ist der Account des Nutzers nicht mehr zugänglich und sind die vom Nutzer in seinem Profil (”Meine Seite”) gemachten Angaben über das studiVZ-Netzwerk nicht mehr einsehbar.“

und:

„Zudem erkläre ich mich einverstanden, dass studiVZ meine personenbezogenen Daten nutzt, um mir Marketing-Mitteilungen unter Verwendung elektronischer Post zuzusenden (z.B. zum Versand von E-Mails an die von mir für die Nutzung des StudiVZ-Netzwerkes verwendete E-Mail-Adresse, SMS-Werbung an die von mir hinterlegte Mobilfunk-Rufnummer sowie von Nachrichten mit werbendem Charakter über den Nachrichtendienst von studiVZ oder einen von mir angegebenen Instant-Messenger).“

Das war der bekannte Tropfen, der das Fass – ihr wisst schon. Also habe ich mir Gedacht: „Spread the Word!“ und meine ganzen Kontake angeschrieben, auf den Artikel hingewiesen und abschließend meinen Account ins digitale Nirvana verbannt. Vielleicht zieht ja der ein oder andere nach. Es wäre wünschenswert.

Möge dies im Übrigen auch Facebook eine Warnung sein, gar nicht erst auf solche Gedanken zu kommen. Beacon war schon ganz, ganz knapp an meiner Toleranzgrenze.

Thomas Euler

Kurznotiz: Geflasht

In den letzten Tagen türmen sich in meinem Feedreader die Items und ich komme nicht wirklich dazu, sie abzuarbeiten. Jetzt grade habe ich mich mal wieder drangemacht, um die Zahl nicht vierstellig werden zu lassen. Dabei habe ich, wenn auch etwas verspätet, diesen Beitrag vom Fischmarkt entdeckt, in dem es um die Reaktionen zur neuen Website geht:

Mancher bezweifelt zwar noch die Ernsthaftigkeit der Website-Lösung („das muss ein scherz sein, oder?“), aber dass die Website „Mut zum Querdenken“ beweist und der Zeit voraus zu sein scheint, darin sind sich die Kommentatoren einig. Es macht Spaß, das alles zu lesen.

Hatte sie mir zwar schon mal flüchtig angeguckt, dabei aber wohl mit meinem einzigen Klick auf ‚Blog‘ genau das falsche Pünktchen erwischt. Hätte ich damals noch ein bisschen mehr rumgeklickt, hätte ich den eigentlichen Trick der Website nicht erst heute entdeckt. Nun gut, so flasht es mich eben erst jetzt.

Was das besondere ist? Statt aufwendig eine eigene Seite zu gestalten, wurde der ganze Content einfach auf andere Dienste verlegt und diese simpel integriert. So kommt die Unternehmensvision in Slideshare daher und die Stellenanzeigen direkt vom Jobpilot. Das hat Charme, weil es zeigt, wie vernetztes und effektives Denken aussehen kann. Außerdem unterstreichen die SinnerSchrader-Jungs nebenbei noch ihre Kompetenz im Umgang mit dem Web 2.0-Dingsda. Tolles Teil! Angucken.

Kurznotiz: Neues Layout

Nachdem mir mein altes Theme schon länger nicht mehr behagt hat, habe ich mich nun mal dran gemacht und Only Me mit einem neuen Gesicht versehen. Denke die zwei Sidebars entzerren die Optik doch ein wenig und das schlichtere Weiß sollte auch der Lesbarkeit zuträglich sein. Anmerkungen oder Kritik?

Was mich bei dem Theme allerdings stört: Die erste Zeile des Textes ist direkt an die drüberstehenden Angaben gedätscht – sieht nicht unbedingt schick aus. Leider entfernt der WordPress-Editor aber ein <br>-Tag zu beginn eines Textes. Irgendwelche Ideen, wie man das Problem lösen kann, ohne gleich auf einen eigenen Server samt eigenem WP umzuziehen?

Außerdem noch ein Hinweis für alle WordPress.com-User, die auch mit dem ‚Twenty-eight Thirteen‘-Template liebäugeln: standardmäßig sind alle Widgets direkt aneinander gepresst (scheint irgendwie ein durchgängiges Problem des Templates zu sein). Ich habe mir beholfen, in dem ich einfach ein leeres Text-Widget zwischen die einzelnen Tools gepackt habe.

Wer im Übrigen verärgert war, weil er Twitter nicht mit Hilfe der dort zur Verfügung stehenden Badges in WordPress.com einbinden konnte, der kann sich einfach Abhilfe schaffen, indem er seinen Twitter-RSSFeed (twitter.com/username oder mit Freunden twitter.com/home, jeweils ganz unten) in einem RSS-Widget einbaut. Leider nicht ganz so hübsch, aber besser als nichts. Habe mich nebenbei gefragt, ob ich nicht das Javascript-Badget auf einer anderen Seite hosten könnte, um diese dann via Text-Widget im Blog anzeigen zu lassen – geht sowas?

Thomas Euler

Am vorvergangenen Wochenende hatte ich im Rahmen der Lobbying & PR-Tagung die Gelegenheit, ein Gespräch mit Prof. Thomas Pleil über die künftigen Herausforderungen der PR zu führen. Nachlesen kann man das ganze jetzt im PR Blogger.

Thomas Euler

Sebastian Vesper macht sich im PR Report Gedanken über den derzeit viel strapazierten Begriff „Verantwortung“:

Von „Verantwortung“ ist in letzter Zeit viel die Rede, wenn es um professionelle Kommunikationsarbeit geht. Alle Welt redet davon. Verantwortung, Ethik, Nachhaltigkeit – klingt alles gut. Wer aber trägt Verantwortung? Was bedeutet Verantwortung im Rahmen gesteuerter Kommunikation? Wo liegt Ihre persönliche Verantwortung?

Absolut lesenswerter Artikel. Meine Meinung zu CSR in Kurzform: Natürlich ist es keineswegs verkehrt, sich als Unternehmen in gesellschaftlichen Belangen engagiert zu zeigen. Wenn dies allerdings nur aus taktischen Beweggründen und mit der Absicht geschieht, das eigene Image aufzupolieren, stimmt da was nicht. Stattdessen sollte es aus einer Überzeugung heraus selbstverständlich sein, sich dergestalt zu verhalten. Und solch ein Unternehmertum gab es schon lange vor der Einführung immer neuer Schlagwörter. Und hoffentlich noch lange nach ihrem Verschwinden.

Thomas Euler

Kurznotiz: Zurück aus Ingolstadt

Seit gestern Nacht bin ich wieder in Dortmund, nachdem dieses Wochenende ganz im Zeichen des Lobbyings und Networkings stand. Eine erste Zusammenfassung der Tagung habe ich für den PR-Blogger geschrieben. In den nächsten Tagen wird es dort und auch hier weitere Interviews und Berichte geben, die ich aus Ingolstadt mitgebracht habe. Weitere Notizen finden sich außerdem bereits bei Thomas Pleil.

Thomas Euler

Bei Netzpolitik kann man heute von Plänen der Bundesregierung lesen, die vorsehen, künftig massiv mit anderen Staaten Bürgerdaten zu tauschen. Informationelle Selbstbestimmung? Pustekuchen. Aber is‘ ja alles im Sinne der Sicherheit. Na dann is ja jut.

Ich hatte ja vor ein paar Tagen bereits auf neue Entwicklungen in der Musikbranche hingewiesen. In einem Artikel für Süddeutsche.de beurteil Johannes Kuhn diese nun und kommt zu einem differenzierten Urteil. Zum einen verschieben sich wohl die Haupteinnahmequellen weg vom Konsumenten hin zum Lizenzverkauf zwecks Weiterverwertung. Außerdem stelle das Internet durchaus eine Chance für den Nachwuchs dar. Jedoch:

Ob die ständig wachsende Zahl von Plattformen zu mehr Internet-getriggerten Erfolgsbands wie den Arctic Monkeys führen wird, bleibt zweifelhaft. Die wahre Fanbindung liege weiterhin nicht im Virtuellen, sondern auf der Straße, in den Livekonzerten

Letztlich entscheidet eben doch die musikalische Qualität. Hoffentlich.

Kurznotiz: annalist

Seit ein paar Tagen lese ich das Blog annalist, in dem die Lebensgefährtin des als ‚mg‘-Mitglied vor Gericht stehenden Andrej Holm über deren neuen Alltag zwischen Angst und Überwachung schreibt. Vor allem in Anbetracht der Haftbefehle, deren Beweisführung sich auf extrem dünnen Eis bewegt, wird eines deutlich: Wie allein der Begriff Terrorismus scheinbar auf allen Seiten die Objektivität schwinden lässt und Ermittlungsbehörden in blinden Aktionismus verfallen. Die Folgen für die davon Betroffenen bekommt man als Außenstehender selten mit und kann sie meist nur erahnen. Daher sind die Berichte auf annalist so lesenswert und gleichzeitig so schockierend.

Bin grade dabei ein Konzept für ein Weblog meiner Akademie zu schreiben. Wie generell bei Corporate Blogs muss sich natürlich auch in diesem Fall mit der Frage nach dem Umgang mit Kritik beschäftigt werden. Hier mal in Auszügen, was ich dazu ins Konzept geschrieben habe:

Der Umgang mit kritischen Stimmen

Vorweg eins: Wer ein Blog betreibt, gibt die Kontrolle über die eigene Marke automatisch ein Stück weit aus der Hand. Dies wird durch die wunderbaren Möglichkeiten kompensiert, die durch neue Kontakte und den direkten Dialog entstehen. Allerdings ist klar, dass man als bloggendes Unternehmen nach der tatsächlichen Güte der eigenen Leistung beurteilt wird. Dies darf jedoch nicht als Gefahr gesehen werden, sondern sollte Ansporn sein, sich stets zu verbessern. Dies wird auch von den Bezugsgruppen honoriert und geht mit einer gesteigerten Glaubwürdigkeit einher.

1. Kritik in den Autorenbeiträgen

Da sich die Blogger aus einem Team von Freiwilligen zusammensetzen […], ist nicht von sinnlosen Verbalattacken auf die Institution zu rechnen. Die bereits erwähnte Wichtigkeit der Webidentität hat ebenso Einfluss, wie auch die Erkenntnis, dass es kontraproduktiv wäre, seine eigene Ausbildungsstätte zu diffamieren.

Berechtigte und konstruktiv vorgetragene Kritik jedoch ist sowohl legitim wie auch wünschenswert, da sie gleichzeitig die Chance bietet, sich kontinuierlich zu verbessern. Dies muss Ziel jedes Unternehmens sein, schon der eigenen Konkurrenzfähigkeit wegen. Diese Form der Kritik wirkt kaum rufschädigend, da das Fehlermachen normal und menschlich ist. Im Gegenteil: Durch den offenen Umgang mit den eigenen Schwächen gewinnt die Glaubwürdigkeit und durch die Beseitigung der Mängel steigt das Ansehen und die Qualität des eigenen Service.

[…]

Um den authentischen Charakter des Mediums „Blog“ zu wahren, darf hier keine Zensurkultur Einzug halten. Dies würde auch nach außen hin schädigend wirken. Hier gilt: Vorbeugen durch gute Arbeit sowie Selektion der Autoren nach Vertrauen.

 

2. Kritik in den Kommentaren

Die Kommentarfunktion macht den Blog erst zu einem dialogorientierten Medium und stellt somit seine große Stärke etwa im Vergleich mit einem Printmedium dar. Wie erwähnt, wird hier aber auch die vollkommene Kontrolle über das eigene Markenimage (falls es diese überhaupt je gab) aufgegeben.

[…]

Als Maßstab für die Legitimität eines kritischen Kommentars soll die Rechtmäßigkeit des erhobenen Vorwurfs und die Art und Weise der Vorbringung dienen. Hier gilt: Unwahre Aussagen werden sofort gelöscht, ebenso wie Beleidigungen und explizite Rufschädigungen an Unternehmen oder Personen.

Kurznotiz

Grade beim Fischmarkt gelesen: Das Daimlerblog ist heute online gegangen. Der Start wurde ja schon einige Zeit mit Spannung erwartet, nun ist es also soweit. Noch kann man natürlich nicht viel über die Qualität sagen, erst zwei Beiträge sind online, zumindest aber das Design gefällt und wirkt souverän.

Irgendwo hatte ich mal gelesen, das es allen Mitarbeitern freistehen sollte, dort zu schreiben. Ob dies so stimmt konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen, zumindest folgendes findet sich aber in der Seite zum Warum des Blogs:

Dieses Blog wird von Daimler-Mitarbeitern geschrieben. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und sind keine geübten Blogger. Aber wir wollen dazulernen.

Man darf also gespannt sein, wie sich das Blog entwickelt (ob der oder das Blog, darüber besteht übrigens bei Daimler Uneinigkeit, was lustig verpackt am Schriftzug oben rechts deutlich wird) . Wurde ja bisweilen hoch gehandelt als entscheidender Faktor über das künftige Standing von Corporate Blogs in Deutschland generell. Man wird sehen.