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Diese Woche hatten wir ein sehr gutes und interessantes Gespräch mit einem der Gründer eines deutschen, ziemlich angesagten Modelabels in Düsseldorf. Derzeit strecken wir unsere Fühler in die Branche aus, versuchen möglichst viele Kontakte zu knüpfen und Informationen zu sammeln. Außerdem sind wir natürlich immer gespannt, welches Feedback wir bekommen, wie unsere Ideen aufgenommen werden. Erstens scheint es so zu sein, dass die Modewelt noch nicht im Web 2.0 angekommen ist. Da saßen wir also in Düsseldorf im Showroom und unser Gesprächspartner erklärte uns, er sei überhaupt nicht internetaffin, aber wisse natürlich, dass sich dies bei vielen Menschen zunehmend ändert. Als ich ihm aber von Tagging, Wishlists, Avataren etc. erzählt habe, konnte er nicht folgen. Onlineshops sind da eben zumeist noch simpel bebilderte Abverkaufsflächen ohne irgend eine Form von erweitertem Produkt oder Zusatznutzen. Also haben wir ihm gezeigt, was wir machen wollen und seine Reaktion war absolut positiv. Auch seine Assistentin fand es regelrecht cool, was wir planen.

Das sind natürlich die Reaktionen, die wir uns erhofft haben. Da die beiden auch nicht die ersten sind, die so reagieren, scheint das Konzept also tatsächlich was zu taugen (nicht das wir daran gezweifelt hätten, aber Bestätigung ist natürlich immer schön). Außerdem haben die beiden uns mit jeder Menge nützlichen Zusatzinfos aus der Modebranche ausgestattet. Hätten sie nicht gemusst, taten sie trotzdem. Sowas ist natürlich Gold wert, aber auch menschlich gesehen ein Gewinn. Solche Kontakte pflegt man dann auch gerne. Achja, Klamotten haben wir uns natürlich auch angeguckt. Die passen wie die Faust aufs Auge zu unserem Konzept. Gepaart mit den tollen, gründerfreundlichen Konditionen, die wir dort bekommen, wird dieses Label sicher bei uns gelistet werden

Nächste Woche wird dann auch die erste Fassung des Businessplan stehen, mit der wir dann an potentielle Investoren herantreten werden. Von der Technikfront gibt es leider noch nichts neues, denn unsere Kontakte haben bislang noch nichts handfestes zu Tage gefördert. Da sind wir weiter hinterher und bemüht, schnellstmöglich jemanden zu finden.

Dieser Artikel ist die Fortsetzung von Wir wollen Gründen

Am Wochenende haben wir es definitiv beschlossen: Wir wollen das Abenteuer eingehen und ein Unternehmen gründen. Und ja: auch wir wollen die vermeindliche Web 2.0 Blase ein Stückchen weiter aufblähen. Aber der Reihe nach:

Zunächst zur Frage: Wer ist „wir“? Wir sind Sarah Harder, Laurent Schüller und meine Wenigkeit. Allesamt Public Relations Studenten der WAM. Das wir zusammen arbeiten können hat sich in den letzten Monaten bereits unter Beweis gestellt, denn wir organisieren derzeit gemeinsam das Kurzfilmfestival XXS.

Was wollen wir machen? Zuviel werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten, zumindest nicht zum jetzigen Zeitpunkt. Soviel sei allerdings gesagt: Wir haben uns seit einiger Zeit Gedanken darüber gemacht, wie man Mode im Internet besser verkaufen kann. Dass wir damit durchaus fruchtbaren Boden beackern, zeigen aktuelle Projekte wie Polyvore und ähnliche. Allerdings werden wir uns in einigen Punkten deutlich davon abheben, grade was das Geschäftsmodell anbelangt. Da wollen wir andere Wege gehen als die meisten aktuellen Social Shopping Plattformen.

Wie ist der aktuelle Stand? Wir stehen ganz am Anfang. Wir haben unsere Gedankenspiele erstmals konkretisiert und ein Konzept dessen erarbeitet, wie wir funktionieren wollen. Daraus entsteht aktuell die erste Version des Businessplan. Wichtig für uns ist allerdings, dass wir bereits genaue Vorstellungen haben, was wir in welcher Weise anbieten wollen. Und wir haben beschlossen, es wirklich und ernsthaft anzugehen; auftauchende Hürden und Probleme inbegriffen. Einige Kontakte bestehen auch schon und die Resonanz ist bislang erfreulich positiv. Die nun aktuell wichtigsten Tasks sind zweierlei: Die technische Realisierung in die Wege leiten und Investoren finden.

Zur technischen Realisierung: Da wir eine Plattform brauchen, die sich zwischen Shop, Social Graph und grafischer Oberfläche bewegt, suchen wir jemanden, der die Entwicklung dessen leisten kann. Dies ist nicht ganz einfach, da der Markt für Entwickler derzeit ziemlich gut aussieht und die guten Leute sich aussuchen können, was sie machen. Da steht man als Grüppchen Gründungswilliger, die wenig mehr als eine Beteiligung an der künftigen Firma anbieten können, sicher nicht am besten da. Daher loten wir derzeit erstmal alle mehr oder minder entfernten Netzwerke nach potentiellen Kandidaten aus. Wer hier Vorschläge hat: bitte melden! Zeitgleich suchen wir allerdings auch schon Investoren und werden, falls dabei erfolgreich, auch einen Entwickler beschäftigen. Dies ist allerdings zunächst nicht unsere Idealvorstellung.

Investorensuche: Ist eigentlich selbsterklärend. Gibt diverse Leute, an die wir uns wenden werden, wenn in den nächsten Tagen der erste Entwurf des Businessplans steht. Auch hier gilt: Interessenten sind stets willkommen!

Bleibt zuletzt noch die Frage: Warum blogge ich eigentlich über so ungelegte Eier!? Nun, ich glaube daran, dass sich auf diesem Wege immer wieder interessante Kontakte ergeben. Erster Punkt. Zweitens: So eine Gründung zu dokumentieren ist für die eigene Motivation recht nützlich, weil man so eben ‚machen muss‚, da man ja öffentlich agiert. Und sicher nicht zuletzt ist es vielleicht für Außenstehende auch spannend, solch einen Prozess begleiten zu können. Und das mit allen Optionen: Vom Scheitern bis zum Erfolg. Was uns lieber wäre, sollte keine Frage sein, aber etwas Realismus ist sicher angebracht. Immerhin wissen wir um die Statistik. Was uns aber natürlich nicht davon abhält, an unser Projekt zu glauben. Vielleicht kognitive Dissonanzen, aber so sind Gründer vermutlich und müssen so sein. Updates werden also folgen.