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Zitiert

„Also springt von der Bühne! Zieht Euch aus! Habt Sex vor der Kamera! Überschüttet Euch mit Kerosin und zündet Euch an! Erfahrene Feuerwehrleute werden Euch dann löschen. Die sind wegen der Pyrotechnik sowieso da.“

– aus dem aktuellen K.I.Z Newsletter

Ich liebe K.I.Z und ihren Humor. Ich weiß, muss man für geschaffen sein. Trifft bei mir zu.

Geht übrigens um einen Auftritt, der mitgeschnitten und als DVD veröffentlicht werden wird. Damit das Zitat auch in einen Kontext einzuordnen ist.

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„[…]; wenn man die Vergangenheit betrachtet, hat man immer den – vermutlich trügerischen – Eindruck eines gewissen Determinismus.

Aus Elementarteilchen von Michel Houellebecq

Ich fand diesen Gedanken ziemlich betrachtenswert und stimmte ihm zunächst spontan bei. Nachdem ich allerdings ernsthaft der Frage nachging, ob ich selbst denn diese Sichtweise teilen könne, kam ich doch zu einem etwas anderen Urteil. Es findet zwar eine gewisse Verklärung des Vergangenen statt und tatsächlich kann ich selbst das Phänomen beobachten, dass vieles, was einst geschah – zu seiner Zeit scheinbar ohne Sinn und oftmals auch negativ empfunden – dann in der Betrachtung aus einigem Abstand eben doch eine gewisse Sinnhaftigkeit entfaltet. Platt formuliert: Alles ist zu irgend was gut. Aber ist dies bereits ein Determinismus (auch nur ein trügerischer, also rein empfundener)?

Mitnichten, denn es stellt die einzige Möglichkeit von Geschehen in einer zeitlichen Folge dar und entspricht schlicht dem Ursache-Wirkung-Prinzip, denn alles was wir tun ist zum einen Wirkung des Vorhergegangenen und gleichzeitig Ursache für das Folgende. Das Jetzt hätte also gar nicht erst die Möglichkeit, sich in der Form zu präsentieren, wie der Fall, wäre nicht vorher passiert, was passierte. Dahinter verbirgt sich aber keinesfalls eine Form der Vorbestimmung, da von jedem Jetzt aus gesehen, verschiedene Möglichkeites des Danns existieren. Einzig ist die tatsächlich eintretende Version des Danns erst möglich durch eben jenes Jetzt. Ein Determinismus läge allerdings nur dann vor, wenn jedes Jetzt nur genau ein Dann zur Folge haben könnte. Abermals einfacher: Was ich jetzt tue nimmt zwar Einfluss auf meine Zukunft, was man rückwirkend betrachtet dann leichtfertig als „schicksalhaft“ bezeichnen könnte, dies allerdings wäre falsch, weil eben aus der Gegenwart gesehen multiple Möglichkeiten offen stehen. Diese sind zwar alle Wirkung der Gegenwart, jedoch nicht die einzige, zwingende Wirkung.

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Ab und an begegnen einem diese Sätze, denen es gelingt zu beeindrucken. Die etwas zum Ausdruck bringen, was man selbst nachvollziehen kann, für das bis dato jedoch keine griffige und treffende Formulierung parat war. Oder aber, sie regen zum Nachdenken über den geschilderten Sachverhalt an. Und dann können sie manchmal auch einfach nur extem amüsant sein.

Diesen Sätzen will ich künftig einen Raum bieten und sie hier veröffentlichen. Dabei wird es natürlich keinen fixen Rhytmus geben, denn solche Sätze sind Fundstücke, auf deren regelmäßiges Geschriebenwerden es keine Garantie gibt.

Den Anfang macht ein Satz vom Malte Welding aus dem Text „Nicht für das Leben“ auf Spreeblick:

„Außerhalb meines Körpers kann ich ein sehr empathischer Mensch sein.