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Heute ist der lang erwartete Launch von DerWesten über die Bühne gegangen. Bereits gegen 00:30, als ich erstmals nachguckte, war es online und ich meldete mich an. Während übrigens mein üblicher Name ThomasE bereits vorgemerkt war, hatte ich doch tatsächlich Glück mit: Thomas – so simpel-dreist hat es wohl noch keiner probiert.

Eigentlich war dann auch mein Plan, das Ganze heute auf Herz und Nieren zu testen und meine Eindrücke hier zu veröffentlichen. Jedoch wäre ich damit bei bestem Willen nicht der Einzige und damit wenig kreativ gewesen; zudem ist es so: bei einem solchen Portal, das sich irgendwo zwischen Onlineangebot einer Tageszeitung (bzw. in this case: mehrerer) und Social Community etablieren will, fände ich es vorschnell, bereits nach einem Tag ein Urteil zu fällen. Daher habe ich mich dazu entschieden, ein paar Wochen ins Land gehen zu lassen, während denen ich das Portal, die Community und beider Entwicklung beobachte. Dann werde ich mich umfassend dazu äußern.

An dieser Stelle sei also nur in knappester Form mein erster Eindruck geschildert: Durchwachsen mit Tendenz ins Positive. Für ein deutsches Verlagsprodukt, das in Eigenregie aufgebaut und nicht eingekauft wurde, gradezu revolutionär. Viele Feature sind auch wirklich nett und brauchbar, manches fehlt mir und wieder anderes finde ich unglücklich gelöst. Aber wie gesagt: Ein fundiertes Urteil braucht eine gewisse Zeit.

Grade gucke ich auf meinem Dashboard ausnahmsweise mal auf die Spalte für die am schnellsten wachsenden Blogs. Und was sehe ich da: Es gibt einen Nachrichtenblog für Nassau (wo ich immerhin sechs Jahre lebte) und Umgebung. Beide Projekte werden scheinbar sehr regelmäßig gepflegt und stoßen auf eine ganz ordentliche Resonanz. Besonders wenn man bedenkt, dass der Großteil der „klassischen Blogleser“ (abstrus, ich weiß) wohl eher kein Interesse an Nassau haben dürfte, der gewöhnliche Nassauer hingegen nicht dem Typus des „klassischen Blogleser“ entspricht. Kurzum: Finde ich klasse. So kann man sicher den ein oder anderen weniger Internetaffinen Leser für das Medium Blog begeistern und ich bekomme Infos aus der alten Heimat. Ohne die schändliche dortige Lokalpresse lesen zu müssen.

Allerdings wurde mir dort auch wieder vor Augen geführt, dass der immer so weit weg scheinende Schrecken oft doch ganz nah ist. So berichtet Rolf Goeckel in einem Beitrag über den Missbrauch an einem Jungen. Mein Bruder – der mitsamt seinen Eltern mittlerweile in Bayern wohnt – ist auch in dem Alter des Opfers und wäre somit auch ein potentielles Opfer. Hoffentlich wird der Täter bald gefasst; gleiches gilt für den von Interpol wohl identifizierten Kinderschänder, der jüngst für Schlagzeilen sorgte, nachdem sein Gesicht auf verfälschten Fotos rekonstruiert werden konnte.


(Quelle: Interpol)

Was mich im zweiten Fall besonders betroffen macht, ist: Der Mann ist vermutlich Englischlehrer.

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Update: Der nun auch namentlich identifizierte Täter wollte im Übrigen auch Priester werden, wie nach neuen Interpolinformationen bekannt wurde