Posts Tagged ‘PR’

Below you’ll find an essay I have recently written. Frankly speaking, I evaluate the debate between journalists and PR professionals. It seems that journalists like blaming PR people, not least because they are an easy target. Isn’t it obvious? Those damn PR guys – ‚the dark site‘ – want to influence, no, manipulate public opinion and perceptions, and it is the poor journalist who suffers. In the essay at hand I try to figure out if this thesis is really the case.

Since it is a somewhat lengthy and academic piece, I decided to upload it to Slideshare as a PDF. Either you can read it there in the player or download it. I think it is the most convenient way to access the PDF especially because it has a nice layout and a great readability. Alternatively, for all those who prefer reading it directly on the blog I also published the text here. You find it after the break. Please note however, that the list of references is missing here and can only be found in the PDF.

Either way, let me know your opinion in the comments!

Thomas Euler (@Twitter: ThomasE)

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Neues Leben

Die letzten Monate war hier leider Funkstille. Ich musste den deutschen Teil meines Studiums erfolgreich hinter mich bringen, nach England umziehen und mich hier in Luton einleben sowie mein letztes Studienjahr an der hiesigen Universität beginnen. Neben dem musste natürlich noch das tägliche Brot verdient werden. Viel zu tun also, was Priorität gegenüber dem Bloggen hatte. Abgesehen von mehrfachen Problemen mit unserem Internetprovider Virgin, die der Internetnutzung nicht gerade zuträglich waren.

Nun aber ist es an der Zeit, wieder Leben ins Blog zu bringen. Thematisch werde ich den Fokus noch enger auf die Bereiche PR und Marketing sowie mein Studium richten, wenngleich es nach wie vor Raum für andere Dinge geben wird, die mich persönlich interessieren. Außerdem habe ich die Arbeit an meiner Bachelor-Thesis begonnen und werde den Prozess hier dokumentieren. 

Der thematische Rahmen ist bereits gesteckt: „Media usage for electional campaigning based on the U.S. elections 2008 and it’s implications on PR.“

Ziele werden sein, die wichtigsten Medien während des U.S.-Wahlkampfes ’08 zu identifizieren, zu erkennen, welche Medien den größten Beitrag zur „Aktivierung“ (z.B. spenden, Wahlkampfhelfer werden, etc.) von Personen beigetragen haben und weiterhin soll analysiert werden, durch welche Medien sich Nachrichten entwickelt haben. Gingen entscheidende Nachrichten von Blogs aus? Oder schrieben diese doch zumeist ab, was schon in den Tageszeitungen zu lesen war? 

Die aktuelle Phase des Projekts ist die Literaturrecherche. Vor allem geht es dabei natürlich um wissenschaftliche Literatur zu den Themenkomplexen „political campaigning“, „political PR“ und „media usage“ – alles so aktuell wie möglich. Um Hinweise auf Journal-Artikel oder Bücher bin ich daher natürlich dankbar. 

Außerdem bin ich derzeit auf der Suche nach einem möglichst professionellen Tool um Onlineumfragen erstellen zu können. Es sollte flexible Fragebögen ermöglichen (wenn Antwort b), weiter zu Frage 10 u.ä.), gute statistische Auswertungen bereithalten und möglichst viele Fragetypen anbieten. Tools wie Polldaddy oder die Google-Docs Umfragen sind leider nicht weitreichend genug. Daher bin ich auch durchaus bereit, einen gewissen Betrag zu zahlen. Auch hier freue ich mich über jeden Tipp. 

Thomas Euler

Am vorvergangenen Wochenende hatte ich im Rahmen der Lobbying & PR-Tagung die Gelegenheit, ein Gespräch mit Prof. Thomas Pleil über die künftigen Herausforderungen der PR zu führen. Nachlesen kann man das ganze jetzt im PR Blogger.

Thomas Euler

Sebastian Vesper macht sich im PR Report Gedanken über den derzeit viel strapazierten Begriff „Verantwortung“:

Von „Verantwortung“ ist in letzter Zeit viel die Rede, wenn es um professionelle Kommunikationsarbeit geht. Alle Welt redet davon. Verantwortung, Ethik, Nachhaltigkeit – klingt alles gut. Wer aber trägt Verantwortung? Was bedeutet Verantwortung im Rahmen gesteuerter Kommunikation? Wo liegt Ihre persönliche Verantwortung?

Absolut lesenswerter Artikel. Meine Meinung zu CSR in Kurzform: Natürlich ist es keineswegs verkehrt, sich als Unternehmen in gesellschaftlichen Belangen engagiert zu zeigen. Wenn dies allerdings nur aus taktischen Beweggründen und mit der Absicht geschieht, das eigene Image aufzupolieren, stimmt da was nicht. Stattdessen sollte es aus einer Überzeugung heraus selbstverständlich sein, sich dergestalt zu verhalten. Und solch ein Unternehmertum gab es schon lange vor der Einführung immer neuer Schlagwörter. Und hoffentlich noch lange nach ihrem Verschwinden.

Thomas Euler

Kurznotiz: Zurück aus Ingolstadt

Seit gestern Nacht bin ich wieder in Dortmund, nachdem dieses Wochenende ganz im Zeichen des Lobbyings und Networkings stand. Eine erste Zusammenfassung der Tagung habe ich für den PR-Blogger geschrieben. In den nächsten Tagen wird es dort und auch hier weitere Interviews und Berichte geben, die ich aus Ingolstadt mitgebracht habe. Weitere Notizen finden sich außerdem bereits bei Thomas Pleil.

Thomas Euler

Lobbying & PR in Ingolstadt

Heute geht es mit drei Kommilitonen nach Ingolstadt zur Tagung Lobbying und PR [pdf]. Näheres dazu findet man auch im Textdepot. Ich hätte bei dem ein oder anderen Vortrag gerne live gebloggt, aber leider gibt es in der Kolping Akademie dort kein WLAN und auch generell keinen Internetzugang für Blogger. Aber wenn man sowas vorher weiß, kann man sich ja zumindest darauf einstellen. Und so nehme ich nun ganz klassisch auch Stift und Papier mit.

Berichte von der Veranstaltung wird es dann nächste Woche auf dem PR Blogger geben. Sollte es Wünsche geben, zu einzelnen Vorträgen und/oder Themengebieten etwas lesen zu können, lasst es mich via Kommentar, Twitter oder Email wissen.

Thomas Euler

Mit einem Imagefilm auf laut werdende Kritik zu reagieren, ist eine Kunst für sich. Er muss eine klare Botschaft vermitteln, diese mit passenden Bildern unterstreichen, darf nicht Gefahr laufen, sich in allzu plumpen Selbstbeweihräucherungen zu ergehen (vor allem, wenn sie falsch sind) und sollte letztlich die Einstellung des Zuschauers postitiv beeinflussen. Das alles gelingt Porsche in diesem Film.

Er ist die Reaktion des Stuttgarter Autobauers auf Stimmen, die sich kritisch zum Einstieg bei VW äußern. Und er schafft es, offensiv mit dem Thema umzugehen und dabei die hinter der Entscheidung stehenden Gedanken glaubhaft zu vermitteln. Außerdem gelingt es, die Unternehmensphilosophie, die bestimmt ist vom Glauben in den Standort Deutschland, zu kommunizieren, ohne dabei plump zu wirken. Dem ist natürlich zuträglich, dass das Verhalten von Porsche dies in der Vergangenheit unterstrich.

Einziger Kritikpunkt könnte sein, dass der Fokus nicht klar auf dieser Thematik liegt und gerne in Richtung eigenes Produksortiment und dessen Präsentation abdriftet. Weil Porsches dem Auge allerdings durchaus schmeicheln, kann ich auch deshalb nicht wirklich böse sein.

Thomas Euler

(via Werbeblogger)

Interna:

Da ich als einer der Organisatoren des Kurzfilmfestivals XXS, das an diesem Samstag stattfindet (CineStar Dortmund, ab 19:00 Uhr, Karten im VVK), naturgemäß ziemlich viel zu tun habe, kann es diese Woche hier etwas ruhiger zugehen. Just for info.

Links:

New Study: It’s All About Product Reviews

Eine amerikanische Studie zeigt, dass mittlerweile über 60% der Konsumenten vor einer Anschaffung Online-Produktreviews lesen. Noch interessanter ist allerdings, dass von diesen Lesern fast 70% auch mit Freunden und Verwandten über diese Informationen reden. Unterstreicht die Wichtigkeit von Word-of-mouth.

Werbeoffensive im Web 2.0

Sowohl Facebook als auch MySpace schicken sich an, in Punkto Targeting zuzulegen. Nötig, wenn magere 0,04% Klickraten nach oben zulegen sollen. Wobei klassische Ad-Werbung in meinen Augen sowieso nicht den eigentlichen Möglichkeiten gerecht wird, die FB und Konsorten marketingtechnisch bieten.

Yahoo startet Geodienst und Studentennetzwerk

Yet another Social Network ist man hier geneigt zu sagen. USP soll sein, Karrierenetzwerk für Studenten zu sein. Sozusagen das Xing für Studis. An sich sicherlich kein dummer Gedanke, aber andererseits frage ich mich, warum man als anvisierter User dann nicht direkt zu Xing gehen sollte. Oder Facebook kompetent zu diesem Zwecke nutzen. Werde mir die Sache bei Gelegenheit aber mal genauer angucken.

Wenn der Chef bloggt

Artikel über Corporate Blogs beim Managermagazin. Geht der Frage nach, wann sich ein Blog für ein Unternehmen lohnen kann und wie ein solches Corporate Blog dann ausgerichtet sein sollte.

Links

HALP! Therez LOLCats Evrywhare!

Eine netzphilosophische Betrachtung über das Phänomen der LOLCats. Icanhascheezburger.com sei Dank! Meine Favoriten sind übrigens die Invisibles.

Social networks: after privacy, beyond friendship

Wie wirkt sich eigentliches extremes Social Networking auf unsere Beziehungen aus? Was wird aus dem Begriff Freundschaft? Diesen und anderen Fragen nähert sich dieser Text. Ich selbst sehe es nicht so dramatisch: Zwischen meinem Kontaktnetz im Internet und echten Freundschaften besteht einfach ein Unterschied, auch wenn es bei Facebook und Konsorten eben Friends heißt. Ist doch wie überall: Nur weil es draufsteht, muss es noch lange nicht drin sein. Solang man sich dessen bewusst ist, ist doch alles in Ordnung.

STRUMPETTE’S ENCORE: 10-Headed Hydra Eats the PR Biz

Amanda Chapel rechnet (final?) mit der Branche und ihren aktuellen Entwicklungen ab. Dabei macht sie mehr als nur einen Punkt.

Schweigepflicht über das Übliche

Udo Vetter über ein absurdes Urteil, nach dem man schlimmstenfalls künftig in der Kommunikation nichts mehr anpreisen darf, was branchenüblich ist.

Die Trennung zwischen Geheimdiensten und Polizei aufheben?

Schäuble hat scheinbar ein recht großes Problem mit unserem Rechtsstaat. Da kommt ihm wie gelegen, dass die Trennung zwischen Polizei und Geheimdiensten nirgends in der Verfassung steht. Also rüttelt er daran.

Web 3.0 – neues Internetzeitalter

Über den Suchdienst Bialex habe ich ja schon mal geschrieben. Diese Pressemitteilung fand ich dann doch irgendwie… überheblich. Warum? Sätze wie:

Eins steht ganz klar fest: Wer sich bei Bialex nicht einträgt, wird auch nicht gefunden […]

oder

„Durch diese technologische Revolution ist gleichzeitig das Semantische Problem gelöst […]“

entbehren jeglicher Grundlage in der Realität. Trommeln ist ja gut und notwendig, aber dann bitte mit Substanz.

Die Idee ist so einfach wie genial: Ebay Frankreich schaltet bald erstmals einen Werbespot im dortigen Fernsehn. Was dort zu sehen sein wird, bestimmt das handeltreibende Ebayvolk selbst. Denn jeder Ebayer hat die Möglichkeit, Platz in dem Spot zu kaufen. Das funktioniert so, wie man es von Ebay kennt. Jeder User kann in einer Auktion um den Platz mitbieten, Die Erlöse werden gespendet. Zugelassen sind Produkte aus zehn Kategorien, darunter Damenmode oder TV-Equipment.

EbayFR

Die beiden bereits abgelaufenen Versteigerungen lagen am Ende beide etwa bei 2000€. Die Auktion in der Kategorie Auto läuft noch, derzeitiger Stand ist schon über 4000€ – soviel also zur preislichen Dimension. Für die Hilfsorganisationen werden also ganz nette Summen herausspringen. Doch ums Geld geht es hier nur sekundär, was zählt, ist der zu erwartende Buzz um die Idee. Die nämlich ist äußerst gelungen, überträgt sie doch das übliche Ebayverfahren auf die Fernsehwerbung. Hier kann man von einer echten Innovation sprechen. Gepaart mit dem gemeinnützigen Verwendungszweck der Erlöse, sollte ein entsprechendes Presseecho sicher sein. Weitere Anwendungsfälle eines solchen Modells sind daher durchaus denkbar.

(via Adverblog)

Bin grade dabei ein Konzept für ein Weblog meiner Akademie zu schreiben. Wie generell bei Corporate Blogs muss sich natürlich auch in diesem Fall mit der Frage nach dem Umgang mit Kritik beschäftigt werden. Hier mal in Auszügen, was ich dazu ins Konzept geschrieben habe:

Der Umgang mit kritischen Stimmen

Vorweg eins: Wer ein Blog betreibt, gibt die Kontrolle über die eigene Marke automatisch ein Stück weit aus der Hand. Dies wird durch die wunderbaren Möglichkeiten kompensiert, die durch neue Kontakte und den direkten Dialog entstehen. Allerdings ist klar, dass man als bloggendes Unternehmen nach der tatsächlichen Güte der eigenen Leistung beurteilt wird. Dies darf jedoch nicht als Gefahr gesehen werden, sondern sollte Ansporn sein, sich stets zu verbessern. Dies wird auch von den Bezugsgruppen honoriert und geht mit einer gesteigerten Glaubwürdigkeit einher.

1. Kritik in den Autorenbeiträgen

Da sich die Blogger aus einem Team von Freiwilligen zusammensetzen […], ist nicht von sinnlosen Verbalattacken auf die Institution zu rechnen. Die bereits erwähnte Wichtigkeit der Webidentität hat ebenso Einfluss, wie auch die Erkenntnis, dass es kontraproduktiv wäre, seine eigene Ausbildungsstätte zu diffamieren.

Berechtigte und konstruktiv vorgetragene Kritik jedoch ist sowohl legitim wie auch wünschenswert, da sie gleichzeitig die Chance bietet, sich kontinuierlich zu verbessern. Dies muss Ziel jedes Unternehmens sein, schon der eigenen Konkurrenzfähigkeit wegen. Diese Form der Kritik wirkt kaum rufschädigend, da das Fehlermachen normal und menschlich ist. Im Gegenteil: Durch den offenen Umgang mit den eigenen Schwächen gewinnt die Glaubwürdigkeit und durch die Beseitigung der Mängel steigt das Ansehen und die Qualität des eigenen Service.

[…]

Um den authentischen Charakter des Mediums „Blog“ zu wahren, darf hier keine Zensurkultur Einzug halten. Dies würde auch nach außen hin schädigend wirken. Hier gilt: Vorbeugen durch gute Arbeit sowie Selektion der Autoren nach Vertrauen.

 

2. Kritik in den Kommentaren

Die Kommentarfunktion macht den Blog erst zu einem dialogorientierten Medium und stellt somit seine große Stärke etwa im Vergleich mit einem Printmedium dar. Wie erwähnt, wird hier aber auch die vollkommene Kontrolle über das eigene Markenimage (falls es diese überhaupt je gab) aufgegeben.

[…]

Als Maßstab für die Legitimität eines kritischen Kommentars soll die Rechtmäßigkeit des erhobenen Vorwurfs und die Art und Weise der Vorbringung dienen. Hier gilt: Unwahre Aussagen werden sofort gelöscht, ebenso wie Beleidigungen und explizite Rufschädigungen an Unternehmen oder Personen.

Kurznotiz

Grade beim Fischmarkt gelesen: Das Daimlerblog ist heute online gegangen. Der Start wurde ja schon einige Zeit mit Spannung erwartet, nun ist es also soweit. Noch kann man natürlich nicht viel über die Qualität sagen, erst zwei Beiträge sind online, zumindest aber das Design gefällt und wirkt souverän.

Irgendwo hatte ich mal gelesen, das es allen Mitarbeitern freistehen sollte, dort zu schreiben. Ob dies so stimmt konnte ich noch nicht in Erfahrung bringen, zumindest folgendes findet sich aber in der Seite zum Warum des Blogs:

Dieses Blog wird von Daimler-Mitarbeitern geschrieben. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen des Konzerns und sind keine geübten Blogger. Aber wir wollen dazulernen.

Man darf also gespannt sein, wie sich das Blog entwickelt (ob der oder das Blog, darüber besteht übrigens bei Daimler Uneinigkeit, was lustig verpackt am Schriftzug oben rechts deutlich wird) . Wurde ja bisweilen hoch gehandelt als entscheidender Faktor über das künftige Standing von Corporate Blogs in Deutschland generell. Man wird sehen.

Links:

Kongress der Weißwäscher

Eine interessante Zusammenfassung des Kommunikationskongress 2007 gibt es bei Telepolis. Man erhält etwa Einblicke in das Seelenleben des EADS-Pressesprechers während der fortdauernden Unternehmens- und Kommunikationskrise, erfährt wie sich Wirtschaftsjournalisten die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen vorstellen und vieles mehr.

Dabei wird die Branche und ihr Selbstverständnis natürlich auch kritisch beäugt:

Interessant ist der Krisenbegriff, den die PR-Experten dabei im Munde führten. Denn nicht die Schattenseiten der Geschäftspolitik – Fehlinvestitionen etwa oder Preisabsprachen, der Verstoß gegen Umweltschutzauflagen oder die Kinderarbeit in Zuliefererbetrieben, das Bestechen von Betriebsräten oder das Aufstocken der Managerbezüge in surreale Höhen – nicht die Missstände im Unternehmen also gelten als krisenhafte Erscheinung, sondern das Publikwerden der Missstände.

Überwachung macht unsicher

Absolut zutreffende Einschätzungen über die Folgen der zunehmenden Überwachung findet man in diesem Zeit-Artikel. Knapp: Wer sich überwacht fühlt, handelt deswegen bereits anders und büßt somit Freiheit ein. Sehr richtig, wie ich finde.

Google News ohne Politically Incorrect

Wie Stefan Niggemeier berichtet ist das „Szeneblog der Rechten“ nun keine Quelle mehr für Google News. Da Blogs allerdings in der Regel gar keine Quelle für die Nachrichtensuche darstellen sollen, darf man sich die Frage stellen, wie es überhaupt dazu werden konnte. Im Übrigen pflichte ich Stefan Niggemeier natürlich bei, wenn er fordert die Selektionskriterien von Google über deren Nachrichtenlieferanten öffentlich zu machen. Würde dem oft gescholtenen Datenriesen sicherlich einen Vertrauensbonus bringen.

Twittergründer im Interview

Bei Robert ist ein Interview mit einem der Twittergründer zu sehen. Er redet über die Entwicklungszeit, Nutzungsmöglichkeiten, Perspektiven und eben über mögliche Monetarisierung. Bei letzterem ist er weniger konkret, doch schildert er etwas anderes: als Experiment sozusagen haben sie bei Twitter mal eine Stunde nach diversen Verben gefiltert. Raus kam ein Überblick über das, was die Leute grade gucken, essen, hören, etc.. Wenn Marketingleute hier keine strahlenden Augen bekommen, weiß ich es auch nicht. Und das ist nur der offensichtlichste Nutzungsansatz. Aber: Erstmal wird bei Twitter auf Ausbau der Leistung und des Service gesetzt, der schnelle Exit also scheinbar nicht angestrebt. Finde ich begrüßenswert – wer nur des schnellen Geldes wegen Unternehmen gründet, kommt mir immer etwas suspekt vor.

Gedankenwelten:

Mit einem Kommilitonen arbeite ich derzeit an einem, wie wir finden (wäre ja auch schlimm wenn nicht), interessanten Konzept. Nur soviel: Es geht um Mode und Internet, um Barriereabbau und Social Shopping. Dazu suchen wir vor allem noch einen/mehrere Programmierer/Web-Developer, die gerne Neues umsetzen und sich so an einer (hoffentlich) vielversprechenden Sache beteiligen möchten. Details zu diesem Zeitpunkt noch nicht im Blog – aber im Impressum findet man meine Emailadresse. Wer sich also berufen fühlt und zumindest mal Näheres hören will, der möge sich melden. Investoren natürlich gerne auch ;)

Die Frankfurter Buchmesse ist eine der aufmerksamkeitsstärksten Messen Deutschlands, ein mediales Großevent. Bereits im zweiten Jahr hat die Messe auch das Medium „Blog“ für ihre Kommunikation genutzt. Obwohl morgen erst der letzte Messe- und damit Blogtag ist, will ich an dieser Stelle schonmal ein Zwischenfazit ziehen.Persönlich sehe und lese ich das Blog mit gemischten Gefühlen. Zum einen glaube ich, haben die beteiligten Blogger einen ganz passablen Job gemacht. Lese ich die 107 Beiträge, die mein Feedreader seit den ersten Autoren-Vorstellungen vor 10 Tagen gesammelt hat, so entsteht durchaus das wuselige Bild einer Messe in meinem Kopf. Ohne selber vor Ort gewesen zu sein. Bunt ist die Mischung der Dinge, die zu Beiträgen verarbeitet wurden. Eben all jenes, was man so auf einer Messe zu Gesicht bekommt.

Dies jedoch bringt auf der anderen Seite auch ein Problem mit sich: Für meinen Geschmack gab es zu viele Beiträge ohne erkennbaren Mehrwert, etwa wenn da über Kekse, halbe Hörbücher vom Focus oder andere Dinge, die die Welt nicht braucht bzw. wissen will geschrieben wurde. Sicherlich mag der ein oder andere dies unterhaltend finden. Auch will ich keineswegs in Abrede stellen, dass persönliche Anekdoten zum eigenen Messeerlebnisse prägend dazugehören. Aber: Letztlich soll das Blog ja die Kommunikation der „Ausstellungs- und Messe-GmbH des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels“ bereichern. Ob da Tarotkartenlegen und Kekse hilfreich sind?

Für mich ist die Fragestellung: Was soll das Blog genau leisten? Wen will ich damit erreichen und welchen Effekt soll es haben? Sicherlich sind hier zentrale Ideen:

  • den geneigten Internetuser für die Buchmesse interessieren und zum Dialog bewegen
  • aus Lesern auch Besucher machen
  • den Besuchern, auch dem Fachpublikum eine Orientierung bieten: Was gibt es zu sehen, was könnte für mich interessant sein?

und sicher nicht zuletzt:

  • den Blogleser für Bücher begeistern.

Natürlich nur ein paar mögliche Ansätze aber Controlling & Nachbereitung dürfen ja andere machen. Daher will ich nur mal diese Punkte kurz durchgehen: Weiterlesen »