Posts Tagged ‘Wissenschaft’

Wer, wie ich selbst vor einiger Zeit, auf der Suche nach einer möglichst professionellen Lösung ist, um Onlineumfragen für seine Dissertation o.ä. durchzuführen, der könnte um den folgenden Tipp dankbar sein. 

Nach einiger Recherche hatte ich schon beinahe aufgegeben, einen Service zu finden, der all meinen Ansprüchen gerecht wird, die da wären: 

  • eine möglichst große Zahl an Antworten zur Umfrage (meist in x/Monat angegeben)
  • keine Begrenzung bei der Anzahl der Fragen
  • Möglichkeit die Logik der Umfrage zu modifizieren (z.B. Wenn bei Frage 3 Antwort 1 dann weiter bei Frage 5, ansonsten weiter bei Frage 4) 
  • außerdem sollte es natürlich noch möglichst kostengünstig zu haben sein

Dann allerdings stieß ich auf den Service QuestionPro. Dort kann man sich für eine Studentenlizenz für 6 Monate kostenfrei anmelden. Bedingung dafür ist, sich mit einer gültigen Emailadresse einer Universität zu registrieren, einen Link zu dem Service entweder auf der Webseite der eigenen Fakultät oder des eigenen Blogs zu platzieren. Weiterhin gestattet man QuestionPro ein Abstact der eigenen Studie zu veröffentlichen und die eigene Umfrage als Beispiel für Interessenten zur Verfügung zu stellen.

Wer damit kein Problem hat, bekommt für die vermutlich meisten Fälle ein absolut ausreichendes Feature-Paket. 5000 Antworten können gesammelt werden, die meisten Logikfunktionen sind freigeschaltet und die Anzahl der Fragen ist unbegrenzt. 

Interessant ist das Angebot möglicherweise auch für Bildungsinstitutionen, die ebenfalls eine kostenfreie Lizenz beziehen können um das Tool ihren forschenden Studenten zur Verfügung zu stellen. Unter dieser Lizenz sind übrigens auch die erweiterten Logikfunktionen freigeschaltet.  Nähere Informationen dazu hier.

In der Handhabung ist der Service simpel und intuitiv. Abgerundet wird das Paket durch eine umfangreiche Dokumentation, in der alle Features sowie mögliche Anwendungsbereiche erklärt werden. Folglich kann ich den Service allen Studenten nur empfehlen. 

Anmerken will ich übrigens ebenfalls, wie ausgesprochen hilfsbereit das Support-Team ist. Kaum hatte ich auf Twitter erwähnt, dass ich das Tool benutze, wurde ich angeschrieben und Hilfe wenn nötig angeboten. 

Thomas Euler

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Glaubwürdigkeitsprobleme

Grade einen interessanten Artikel beim Guardian gefunden (via girl), der sich, im Kontext der britischen Abtreibungsgesetzgebung und -debatte, mit einem Glaubwürdigkeitsproblem befasst. Nämlich diskutiert das dortige Parlament grade in einem Ausschuss wissenschaftliche Erkenntnisse zu besagtem Thema. Nun hat sich allerdings herausgestellt, dass acht Ärzte die Beiträge leisteten Mitglieder in christlichen Organisationen sind. Sechs davon in der „Christian Medical Fellowship„, die sich deutlich gegen Abtreibungen ausspricht. Dies hatten sie selber jedoch nicht angegeben und kam nun sozusagen hinterrücks raus.

Nun möchte ich nichtmal soweit gehen zu behaupten, dass alle ihre vorgelegten Erkenntnisse damit per se für die Tonne sind. Dennoch haben die Ärzte nun ein klares Glaubwürdigkeitsproblem. An anderer Stelle habe ich mich schon mit dem Thema befasst und unterstreiche anhand dieses aktuellen Beispiels nochmal meine These, ein offener Umgang mit solchen Informationen (in diesem Fall also der Zugehörigkeit zu einer Organisation mit bestimmten Interessen) ist mehr als zweckdienlich – er kann Krisen vermeiden.

Natürlich wären die besagten Mediziner mit ihren Informationen von vornherein anders Eingeordnet worden: Als zumindest potentiell kontra Abtreibung qua Gesinnung. Auf der anderen Seite aber heißt dies im Umkehrschluss ja nicht, dass sie nur Lügen präsentieren. Da nun allerdings erst im Nachhinein bekannt wurde, welchen Organisationen sie zugehören, ist nun der Eindruck entstanden, sie hätten diesen Umstand verbergen wollen. Nun haben sie definitiv eine Glaubwürdigkeitskrise.