Interpretation, Wahrheit und Berufsethos

Da das Thema schon häufig und an vielen Stellen thematisiert wurde, will ich gar nicht viele Worte verlieren. Es geht nämlich um den Umgang von Journalisten mit Fakten. Da wird oft weichgespült, bewusst Falsches geschrieben etc.. Man muss ja einfach nur mal BildBlog lesen.

Heute habe ich auch wieder so einen Fall gefunden. Süddeutsche.de berichtet über erneute Drohungen der Post mit einer Gratiszeitung. Im letzten Absatz heißt es dann schließlich:

Doch es geht nicht nur um Gratiszeitungen: Die Post und Pin streiten auch über den Mindestlohn für Briefmitarbeiter. Deswegen stornierte die Post Anzeigen – auch bei Springer.

Nun will ich ja gar nicht leugnen, dass diese Vermutung in der Tat nahe liegt. Im Gegenteil, ich habe sie auch schon selber geäußert. Aber die offizielle Verlautbarung ist eben, dass es zwischen den Stornierungen und dem Mindestlohnscharmützel keinen Zusammenhang gibt. Daher halte ich es für notwendig, darauf hinzuweisen und die Subjektivität der obenstehenden Aussage zu unterstreichen.

Wie man polarisiert aber dabei keine Fakten unter den Tisch fallen lässt, macht Thomas Knüwer vor:

Beide Seiten zeigten sich in diesem Streit als nicht sattelfelt in ihren moralischen Vorstellungen. Die Anzeigen waren geschmacklos, Zumwinkels (oder glaubt jemand wirklich die Geschichte vom Werbeleiter, der ohne Absprache mit dem Chef die Anzeigen storniert) Reaktion egomanisch. Schließlich dienen Anzeigen dem Wohl des Unternehmens, nicht dem des Konzernchefs.




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